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StudioLabs
Ein StudioLab ist eine inhaltlich fokussierte, kollaborative Werkstatt an der Schnittstelle zwischen Projektarbeit und individueller künstlerischer Arbeit. Die Studierenden beforschen hier gemeinsam aktuelle gesellschaftliche Themen, kooperieren mit externen Institutionen, setzen Projekte um und realisieren ihre Master Thesis.
Mapping Eco! post.echo am StudioLabDay 2022, Foto: René Gisler

Im Laufe des Studiums Master Kunst findet eine intensive, anwendungsorientierte Auseinandersetzung mit Strategien und Formaten künstlerischer Praxis statt. In den inhaltlich unterschiedlich ausgerichteten StudioLabs werden gemeinsam aktuelle gesellschaftliche Debatten aufgegriffen und vertieft, wird mit künstlerischen Methoden geforscht und werden Projekte umgesetzt. Das StudioLab versteht sich als inhaltlich fokussierte, kollaborative Werkstatt an der Schnittstelle zwischen Projektarbeit und individueller künstlerischer Arbeit und wird als Kompetenzzentrum für kontextspezifische künstlerische Praxis von Studierenden und Dozierenden gemeinsam laufend weiterentwickelt. Die StudioLabs kooperieren projektspezifisch mit externen Institutionen und eröffnen so unterschiedliche Perspektiven und Zugänge für eine eigene Berufspraxis. Das StudioLab dient dem Erwerb und der Vertiefung von Kompetenzen, die für die inhaltliche Entwicklung, Konzeption und Umsetzung von kulturellen oder künstlerischen Projekten in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten benötigt werden. Dazu gehören die Fähigkeiten mit künstlerischen Methoden gesellschaftliche Kontexte und Fragestellungen zu beforschen, entlang von spezifischen Interessen Netzwerke aufzubauen und Kooperationen zu initiieren, künstlerische Projekte zu konzipieren und dafür passende Strategien zu entwickeln, gestalterische und organisatorische Skills für die Planung, Umsetzung, Vermittlung und Evaluation von Projekten sowie die Kompetenz in kollaborativen Strukturen zu arbeiten. Das Studium Master Kunst wird mit einer Master Thesis abgeschlossen, die inhaltlich in einem der StudioLabs verortet ist und sich als integrativer Beitrag zu gemeinsam erarbeiteten Projekten versteht.

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eco!
Im StudioLab Eco! werden Arbeitsweisen und Strategien einer radikal ökologischen und sozial engagierten aktuellen künstlerischen Praxis entwickelt.
wasteland plant magnificent, Piero Good, Supernova Brunnen, 2022 Das Gewand, Elia Malevez, ONStansstad, Stansstad, 2019 Exkursion ins Biosphärenreservat Entlebuch

Fortschritt war gestern, heute ist Überleben. Die umfassende soziale und ökologische Krise, in der wir uns aktuell befinden, schafft auch für Kulturproduktion radikal neue Voraussetzungen und befördert konkretes Handeln. Die Felder und Kontexte auf die sich künstlerische Praxis bezieht und worin sie in Zukunft agieren wird sind realer geworden: Künstlerische Kompetenzen sind weltweit in zahlreichen Initiativen und Projekten gefragt, überall dort wo Modelle einer radikalen sozialen Inklusion gelebt werden, mit neuen, kreislaufbasierten Formen des Wirtschaftens experimentiert, die resiliente Stadt und das klimagerechte Land der Zukunft gebaut bzw. gestaltet wird oder wo durch Teilhabe und Partizipation das Politische erweitert wird.

Das StudioLab Eco! ist Werkstatt und Reflexionsraum, um Arbeitsweisen und Strategien einer radikal ökologischen und sozial engagierten aktuellen künstlerischen Praxis zu antizipieren, die vielen dringlichen Fragen zu diskutieren, neue Diskurse kennen zu lernen, mit kollektiven Formaten zu experimentieren und natürlich eigene Projekte zu starten. Aktuell werden im StudioLab Eco! die Debatten rund um die Notwendigkeit einer Dekolonisierung des Konzepts Natur verfolgt, die Potentiale neuer kultureller Kollaborationsmodelle von Stadt und Land untersucht, sowie Szenarien für Formen der Cohabitation mit unterschiedlichen Spezies und deren Konsequenzen für Städtebau und Architektur entwickelt.

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post?
Das StudioLab post? beschäftigt sich mit posthumanen Körperbildern und Raumpolitiken. Wir untersuchen, welchen Einfluss der (digitale) Wandel auf menschliche Identitäten, Körper, kommunikative Konstellationen und Räume hat und befragen zeitgemässe Diskurse und künstlerische Strategien.
post?-Wokshop: Medienkunst im Zoom (screenshot), 2021 StudioLab Day HS 2021 StudioLab Day FS 2022: Gruppe com-post post?-Exkursion ZKM Karlsruhe, 2022

Die Vervielfachung der technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten bewirkt auch eine Veränderung im Konzept der Identität und des Subjektes. Wir können mehrere Körper gleichzeitig bewohnen, analog und digital, und können diese modifizieren und erweitern. Diese Gleichzeitigkeit erfahren wir auch in den Räumen, die wir für uns virtuell oder physisch erschliessen.

Das anthropozentrische Denken, das auch die Kunst seit Jahrhunderten prägte, wird heute umfassend in Frage gestellt. Künstliche Intelligenz, posthumane Körper, radikales ökologisches Denken konvergieren in der Relativierung der Position des Menschen. Wie können wir uns posthumane Körper vorstellen – und sie bewohnen? Unsere Rollen als Produzierende und Konsumierende von Bildern und Phänomenen, von Orten des Kommunizierens, sind nicht mehr unveränderlich; stattdessen sind wir gefordert, unsere künstlerischen Standpunkte mit der fortschreitenden technischen Umgebung in Einklang zu bringen.

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¿Wo?
Das StudioLab ¿Wo? fragt: Wo sind wir? Wo bin ich? Wie sieht die Umgebung aus? Was fordert sie? Was bietet sie? Ist mir hier wohl? Kann ich mich einrichten? Muss ich weg? Wenn ja, wo hin? Ist es anders wo besser? Wenn ja, warum?
Die Antwort, Sarah Büchel, Kunst Macht Schule, 2020

Bezogen auf das eigene Tun ergeben sich etwa folgende Fragen: Welche Bedeutung kann meine Arbeit hier haben? Muss ich die Umgebung verändern, damit sie Bedeutung bekommt? Oder muss ich meine Arbeit neu ausrichten, damit das geschieht? Kann ich, will ich den Einfluss steuern, den die Umgebung auf mich, auf meine Arbeit hat? Was geschieht, wenn ich Umgebung wahrnehme? Gehe ich eher in der Umgebung auf oder bleibe ich ganz bei mir? Welche Rolle spielt es, dass ich hier bin, und nicht an einem ganz anderen Ort? Kann ich mich in dieser Umgebung einrichten und kann ich dieses Einrichten so beeinflussen, dass es einen positiven Effekt auf meine Arbeit hat?

Bei jedem Treffen steigen wir von solchen Fragen aus ins Tun ein. Wir entwickeln Einstiegsrituale, die es uns gestatten, jeweils mit einem frischen Blick, einem frischen Gefühl für den Ort ans Werk zu gehen. Und wir entwickeln Methoden, Tricks, die uns dazu bringen, die Frage nach dem ¿Wo? auch im Verlauf der weiteren Prozesse immer wieder in den Blick zu nehmen. Ausserdem erfinden wir Instrumente aller Art, sogenannte Woskope™️.

Im Rahmen des StudioLabs ¿Wo? treffen wir uns immer wieder an anderen Orten, die wir für einen kurzen Zeitraum besetzen, benutzen, untersuchen.

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