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Zwischenhalt Luzern
Ausstellung
13. — 29. Juni 2014
Ort
Luzern
Publikation
Katalog zu Zwischenhalt Luzern
Flyer
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Master Projekte
2014
Webseite
zwischenhalt-luzern.ch

ZWISCHENHALT LUZERN – Ausstellung an der Achse Seetalplatz-Kasernenplatz in Luzern

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Verkehrsachse Seetalplatz-Kasernenplatz

Die Verkehrsachse Seetalplatz-Kasernenplatz führt vom neu entstehenden Stadtzentrum Luzern Nord bis vor die Tore der historischen Luzerner Altstadt und stellt eine topografisch und verkehrsstrategisch besondere Situation dar. Von beiden Seiten eng begrenzt durch Hügelzüge, verlaufen hier eine Kantonsstrasse, vier Eisenbahnstrecken von nationaler Bedeutung, die Nationalstrasse und die Reuss auf engstem Raum parallel zueinander durch die Stadt. Nutzungskonflikte zwischen den Anforderungen an Lebensraum, Gewerbe- und Verkehrsraum und Erholungsraum sind deshalb auch zahlreich vorhanden.

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Perspektiven auf Luzern

Eine Fahrt oder ein Spaziergang entlang der Achse vermittelt fern aller touristischen Attraktionen eine völlig neue Perspektive auf Luzern. Günstige Wohn- und Gewerberäume an der weniger bevorzugten, schattigen und verkehrsbelasteten Lage entlang der Reuss stellten schon zu Beginn des 20. Jahr- hunderts eine Chance dar für Menschen, die neu anfangen wollten oder mussten, vom Land in die Stadt zogen oder als «Gastarbeiter» aus Italien geholt wurden. Seither wurde das Gebiet immer dichter bebaut. Die Bevölkerung der Quartiere Basel-/Bernstrasse, Fluhmühle und Lindenstrasse stammt aktuell aus 80 verschiedenen Ländern. Dazu kommen viele Studierende und auch Kunstschaffende, die hier zumindest vorübergehend zuziehen.

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Stadtenwicklung

Die Achse tangiert verschiedene Zonen, an denen grössere stadtentwicklungsrelevante Projekte angedacht oder bereits in Realisation sind. Den Anfangspunkt der Achse bildet das ehemalige Areal der Viscose-Fabrik jenseits vom Seetalplatz in Emmenbrücke. Dies ist schon länger ein Ort im Wandel, geprägt durch vielfältige Zwischennutzungen, die sich hier angesiedelt haben und sich nun (wie etwa die Kunstplattform akku oder die Hochschule Luzern – Design & Kunst, die ab 2016 ihren Standort hierhin verlegt) langfristig in der Viscosistadt einrichten - sie tragen so wesentlich zur Umnutzung des Areals durch Dienstleistungsbetriebe, KMUs und Wohnen bei. Die Bauarbeiten für eine umfassende Neugestaltung der Verkehrsführung rund um den Seetalplatz sind seit einem Jahr im Gange. Basis dafür bildet der Masterplan Luzern Nord, der auf beiden Seiten der Kleinen Emme in Reussbühl und Emmenbrücke die Entwicklung eines neuen Stadtzentrums und die Bildung eines neuen ÖV-Knotenpunkts mit Umsteigemöglichkeiten vorsieht. An der Hauptstrasse in Reussbühl wurden zu dem Zweck auch bereits verschiedene alte Liegenschaften abgerissen. Die Achse durchquert also im Sommer 2014 hier erstmal grosse Baustellen und Stadtbrachen.
Für das seit 2010 neu zur Stadt Luzern gehörende Quartier Fluhmühle/Lindenstrasse wurde erst kürzlich ein Quartierentwicklungskonzept erarbeitet und ein entsprechendes Leitbild verabschiedet. Ebenfalls die Fluhmühle betrifft das Projekt Spange Nord: Neben der Sanierung der Überführung der Hauptstrasse über die Bahnlinie nach Wolhusen, wird der Bau einer neuen Brücke über die Reuss eine völlige Neuorganisation der Verkehrsführung im Bereich Friedhof Friedental, Kantonsspital, mit einer Verbindung zur Zürichstrasse mit sich bringen. Entlang der Baselstrasse/Bernstrasse läuft unter dem Namen BaBeL seit einigen Jahren ein Quartiermanagement Projekt. Hier werden gemeinsam mit lokalen Akteuren pragmatische Lösungsvorschläge in Bezug auf Verkehr und Gestaltung des öffentlichen Raumes entwickelt, an der Verbesserung des Images des Quartiers gearbeitet und z.B. diverse integrative Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten. In diesem Zusammenhang wurden auch schon verschiedene künstlerische Projekte realisiert.
Im Bereich des Kasernenplatzes schliesslich besteht einerseits ein erhebliches Gestaltungsdefizit, auf der andern Seite aber auch ein grosses Verdichtungspotential – etwa im Bereich von teilweise stark sanierungsbedürftigen Altbauten. Es gibt bereits Überlegungen für eine neue Platzgestaltung verbunden mit einer neuen Verkehrsführung.
Die Achse bietet insgesamt ein einmalig kontrastreiches Panorama von aktuellen stadtplanerischen, verkehrstechnischen, kulturellen und sozialen Realitäten mit all ihren Highlights und Konflikten und somit zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine zeitgenössische künstlerische Praxis im öffentlichen Raum wie sie an der Hochschule Luzern – Design & Kunst vermittelt und praktiziert wird. Die vielen kulturellen Institutionen, Restaurants und Ausgehmöglichkeiten, die entlang der Achse angesiedelt sind, prägen den städtischen Kulturraum von Luzern entschei- dend mit. Über 20 kulturelle Institutionen werden in diesem Katalog kurz vorgestellt.

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Aufgabenstellung

Die Ausstellung umfasste 18 künstlerische Positionen beziehungsweise Projekte von Studienabgänger/innen des Master of Arts in Fine Arts mit den beiden Majors Art in Public Spheres und Art Teaching. Die Absolvierenden hatten die Aufgabe, sich mit vorgefundenen Orten, Debatten, Akteuren oder Institutionen entlang der Achse in einem längeren Prozess auseinanderzusetzen und daraus eigene Projekte und Interventionen zu entwickeln. Das Spektrum der realisierten Projekte reichte von einmaligen Aufführungen über Workshops, Ausstellungen und Installationen im öffentlichen Raum bis zu Plattformen im Internet.

Sabine Gebhardt Fink, Peter Spillmann

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Webseite

Zum Projekt enstand die Webseite zwischenhalt-luzern.ch

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