/ Daēza /
Daēza ist eine Videoinstallation, verwurzelt im persischen Garten; ein Zufluchtsort, geprägt von Sehnsucht, Unsicherheit, Erinnerung, Verlust und der Suche nach Zugehörigkeit. Das Bewegen zwischen verschiedenen Orten vertieft Fragen nach Identität und Heimat und prägt eine Arbeit, in der Wunden, Ängste, Wünsche und Hoffnungen Gestalt annehmen können. So entsteht Raum für Reflexion, Schutz und Wandlung.
Ausgehend vom altpersischen Konzept des Pairidaeza, einer ummauerten und geschützten Gartenanlage, aus der das Wort Paradies hervorgeht, untersucht das Projekt diese zugleich als Struktur und Metapher. Geprägt durch das Zusammenspiel von Natur, Wasser, Licht und Architektur wurde Pairidaeza als ein Paradies auf Erden gedacht. Vorstellungen von Schutz und Offenheit sowie von Ordnung und Fragilität bilden einen Rahmen, um Fragen von Verortung, Erneuerung, Zugehörigkeit und Heimat zu erkunden.
Indem Daēza Fragmente von Erinnerungen und gelebten Erfahrungen zu einer inneren Landschaft verdichtet, trägt die Arbeit Spuren von Verlust und inneren Kämpfen in sich und bleibt zugleich offen für Hoffnung.
Manchmal fühlt es sich weniger an, als würde der Garten erschaffen, sondern vielmehr, als eine Erkennung: “Ich bin selbst der Garten”, von Grenzen geprägt, verletzlich gegenüber Veränderung und dennoch fähig zu wachsen.