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©2023 Franca Pedrazzetti Screenshot «Screen Paradox» 0411_3, 2023, Desktop Performance, 4096 Å~ 2560 px, Christian Schumacher, Bildnachweise: ariang News (KOGL 1.0), Anonym (eBay seller) «condition used», Monikazz DIY (CC BY 4.0), charbax (CC BY 4.0) ©2023 Franca Pedrazzetti Screenshot «Screen Paradox» 0411_1, 2023, Desktop Performance, 4096 × 2560 px, Christian Schumacher, Bildnachweise: Mary Jane ASMR (CC BY 4.0), Albrecht Dürer, Underweysung der Messung, 1538, Holzschnitt
Screen Paradox
Christian Schumacher
Major
Critical Image Practices
Abschlussjahr
2023
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kontakt@christianschumacher.ch
Webseite
christianschumacher.ch
instagram
@christian__schumacher

Screen Paradox

Der Blick in den Bildschirm scheint heutzutage so banal wie alltäglich. Diese Art des Sehens ist aber komplexer als gemeinhin angenommen und der Bildschirm in seinem Wesen äusserst widersprüchlich. Screen Paradox verbindet Methoden des Video-Essays und der Video-Collage mit Elementen der Performance und thematisiert unsere Beziehung zum Bildschirm. Dabei wird die Schreibtischoberfläche des Computers zur Bühne, auf der Bilder, Texte und Töne den Ort ihrer Aufführung finden.

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Zum Format

Das Format nennt sich «Desktop Performance». Es kombiniert und collagiert Audio- und Videomaterial auf einem projizierten Computer-Schreibtisch und verwendet dazu vor allem Found Footage aus dem Internet. Die Desktop Performance orientiert sich bewusst an unserer alltäglichen Sicht auf den Bildschirm, in dem sich manchmal die Programm und Browserfenster stapeln, Bilder und Töne zufällig zusammentreffen und unvorhergesehene Gleichzeitigkeiten entstehen. Die Auslegeordnung von Bild, Ton und Text ist teilweise choreografiert, entsteht aber auch spontan. Sie präsentiert daher nicht einen endgültigen Zustand, sondern zeigt eher eine Momentaufnahme. Dabei stellt sie immer wieder die Frage in den Raum, inwiefern das, was sich auf dem Schreibtisch begegnet, miteinander etwas zu tun hat. Die Desktop Performance strebt nicht in erster Linie eine stringente Argumentation an, sondern arbeitet assoziativ und lässt auch Widersprüchliches aufeinandertreffen. Sie zeigt das Material nicht nur, sondern setzt es als Instrument der Analyse ein. Screen Paradox thematisiert die Geschichte unseres Bildschirm-Blicks, greift aktuelle Bildschirm-Phänomene auf und befragt unsere Beziehung zu den heutigen Bildschirmgeräten.

Dank
auviso ag, Emmenbrücke

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Punktlandung Ausserschwyz
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