Zum Format
Das Format nennt sich «Desktop Performance». Es kombiniert und collagiert Audio- und Videomaterial auf einem projizierten Computer-Schreibtisch und verwendet dazu vor allem Found Footage aus dem Internet. Die Desktop Performance orientiert sich bewusst an unserer alltäglichen Sicht auf den Bildschirm, in dem sich manchmal die Programm und Browserfenster stapeln, Bilder und Töne zufällig zusammentreffen und unvorhergesehene Gleichzeitigkeiten entstehen. Die Auslegeordnung von Bild, Ton und Text ist teilweise choreografiert, entsteht aber auch spontan. Sie präsentiert daher nicht einen endgültigen Zustand, sondern zeigt eher eine Momentaufnahme. Dabei stellt sie immer wieder die Frage in den Raum, inwiefern das, was sich auf dem Schreibtisch begegnet, miteinander etwas zu tun hat. Die Desktop Performance strebt nicht in erster Linie eine stringente Argumentation an, sondern arbeitet assoziativ und lässt auch Widersprüchliches aufeinandertreffen. Sie zeigt das Material nicht nur, sondern setzt es als Instrument der Analyse ein. Screen Paradox thematisiert die Geschichte unseres Bildschirm-Blicks, greift aktuelle Bildschirm-Phänomene auf und befragt unsere Beziehung zu den heutigen Bildschirmgeräten.
Dank
auviso ag, Emmenbrücke