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Ursina Leutenegger, Spatium, 2016, Foto: Niki Spoerri
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Ursina Leutenegger, Spatium, 2016, Foto: Niki Spoerri Ursina Leutenegger, Spatium, 2016, Foto: Niki Spoerri
Spatium
Ursina Leutenegger
Major
Art Teaching
Art in Public Spheres
Abschlussjahr
2016

Spatium

Das Gehen ist ein Akt der physischen und gedanklichen Erschliessung des Raumes, um die Landschaft direkt zu erleben und begreifen. In Spatium wird der Raum um Emmen in sogenannten Walking and Standing Performances durchmessen. Gehen bedeutet, den Ort zu verfehlen. Erst im Stillstehen, im Bleiben tritt die Zeit zutage und der Ort beginnt zu sein.

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Durch das Gehen erschliesse ich mir den Raum. Durch das Stehen zeigt sich mir die Zeit. Der Körper fungiert als ein Messinstrument der Gegenwart.  Der fixe Standpunkt wird durch eine Sammlung von Perspektiven ersetzt. Das Bild einer Landschaft und die Begehung einer  solchen sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge. Diese zwei prallen in dieser Arbeit immer wieder zusammen, denn sie  tragen in sich den Widerspruch von Stillstand und Bewegung, von Überblick und Erleben. Die Videoinstallation wurde im Bau 745  im Mehrzweckraum im Erdgeschoss gezeigt. Sie bestand aus drei Videoprojektionen, mit je einer Dauer von 10’06’’, 10’24’’,  12’15’’. Diese drei Projektionen wurden geloopt, was eine ständige zeitliche Verschiebung zueinander bedeutete.

Zu den Projektionen erklang auch eine Tonebene. Zwei von drei Projektionen waren mit Lautsprechern bestückt. Der Ton war  leise und vermischte sich mit den Geräuschen der Umgebung. So verschmolz der Ton der projizierten Räume mit dem Klang des Ausstellungsraumes. Die Videoprojektionen wurden präzise in den Raum projiziert, sodass sie mit der Architektur und den raumspezifischen Details verschmolzen und den Raum öffneten. Die Betrachter standen vor den Landschaften und wurden Zeugen einer Verschmelzung von Subjekt und Umgebung, gleichzeitig standen sie als Betroffene da und wurden mit der eigenen Zeitlichkeit konfrontiert. Die Gedanken, mit denen ich mich in der schriftlichen Arbeit beschäftigt hatte, waren auch im Raum spürbar und wurden durch die Installation präsent. Die Schatten der Besucher spielten eine prägende Rolle im Erleben des Raumes. Man konnte sich so beinahe in die Landschaft hineinstellen.

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