Denise Bertschi wird Leiterin des Major 'Critical Image & Situated Practices CRISP im MASTER KUNST
Denise Bertschi ist Künstlerin und promovierte Architekturhistorikerin. Ihre künstlerische und wissenschaftliche Praxis bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Visual & Material Culture Studies und der Architekturgeschichte aus postkolonialer Perspektive. Sie untersucht Archive, Landschaften und die gebaute Umwelt auf Spuren extraktiver Verstrickungen der Schweiz im planetarischen Kontext. Ihre Arbeit nimmt die Form von Publikationen, (Video-)Installationen oder Filmen sowie öffentlich-diskursiven Formaten an.
Denise Bertschi promovierte am Departement Architektur der EPFL Lausanne. Zurzeit ist sie Gastdozentin am Historischen Seminar der Universität Zürich. Zuvor war sie Postdoc am Collegium Helveticum und assoziierte Forscherin am gta Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich. Denise Bertschi studierte 'Contemporary Artistic Practices' an der HEAD–Genève und visuelle Kommunikation an der ZHdK. 2020 erhielt sie den Manor-Kunstpreis im Aargauer Kunsthaus und zweimal die Auszeichnung 'Schönste Schweizer Bücher'. Bertschi's Arbeit wird international ausgestellt, unter anderem im Centre Culturel Suisse Paris, Artsonje Seoul, Nieuwe Instituut Rotterdam, Artivist Johannesburg, Kunsthaus Zürich, Fotomuseum Winterthur, Bündner Kunstmuseum und im Landesmuseum Zürich. Die SNF-Agora-Ausstellung 'Naming Natures' wurde von ihr im Naturhistorischen Museum Neuchâtel co-kuratiert.
Sie war Getty Research Fellow in Los Angeles und Artist-in-Residence bei Pro Helvetia, La Becque und CAN Centre d'Art de Neuchâtel. Denise Bertschi veröffentlichte die Monografien 'State Fiction. The Gaze of the Swiss Neutral Mission in the Korean DMZ' (2021), 'Strata. Mining Silence' (2020) sowie den co-editierten Band 'Unearthing Traces. Dismantling the imperialist entanglements of archives, landscapes and the built environment' (2023), und Autorin verschiedener Buchkapitel.